Handwerkliche Imkerei
Meine Imkerei wird bewusst in überschaubarer Größe geführt. So behalte ich jedes Bienenvolk im Blick und kann seine Entwicklung über das gesamte Bienenjahr aufmerksam begleiten.
Die Arbeit mit den Bienen erfolgt im Einklang mit den Jahreszeiten und orientiert sich an den natürlichen Bedürfnissen des Bienenvolkes. Ein respektvoller Umgang mit den Bienen und die Achtung ihrer natürlichen Verhaltensweisen bilden die Grundlage meiner imkerlichen Arbeit.
Deshalb dürfen meine Bienen ihre Waben weitgehend selbst errichten (Naturbau). Das Brutnest als Mittelpunkt des Bienenvolkes wird dabei möglichst wenig gestört.
Bienenhaltung mit Respekt
Ein Bienenvolk ist ein faszinierender und hochkomplexer Organismus, der mit Respekt und Aufmerksamkeit behandelt werden muss. Deshalb erfolgen imkerliche Eingriffe nur in dem Umfang, der für die Betreuung und Gesundheit der Völker notwendig ist, und orientieren sich stets an ihrer natürlichen Entwicklung.
Meine Bienenvölker leben überwiegend von ihrem selbst gesammelten Honig. Geerntet wird nur ein Teil der Vorräte, sodass den Bienen ausreichend eigene Nahrung verbleibt. Eine Zufütterung erfolgt nur dann, wenn sie für das Wohl der Völker erforderlich ist.
Ziel meiner Arbeit sind gesunde, vitale Bienenvölker, die sich im Einklang mit den Jahreszeiten entwickeln können.
Meine Betriebsweise
Meine Imkerei orientiert sich an den Grundgedanken der naturgemäßen und naturnahen Imkerei. Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse der Bienen.
Die Völker bauen ihre Waben weitgehend selbst aus eigenem Wachs. Durch möglichst wenige Eingriffe und zurückhaltende Kontrollen sollen natürliche Abläufe erhalten bleiben. Bei der Honigernte verbleibt ein Teil des eigenen Honigs als Vorrat im Volk – geerntet wird nur der Überschuss.
Alle Bienenbeuten bestehen aus Holz. Auf künstliche Königinnenzucht verzichte ich und setze stattdessen auf die natürliche Auswahl innerhalb meiner Bienenvölker. Behandlungen erfolgen nur dann, wenn sie notwendig sind.
Besonders wichtig sind mir friedliche, gesunde und widerstandsfähige Bienenvölker, die sich unter naturnahen Bedingungen gut entwickeln können.



Beuten
Dadant-Beuten – bewährte Imkerei mit Tradition
Die Behausung eines Bienenvolkes wird in der Imkerei als Beute bezeichnet. Sie schützt die Bienen vor Witterungseinflüssen und bietet ihnen den notwendigen Raum für Brut, Honigvorräte und das Zusammenleben des Volkes. In meiner Imkerei verwende ich das bewährte Beutensystem Dadant.
Die Dadant-Beute geht auf Charles Dadant zurück und zählt heute zu den beliebtesten Beutensystemen weltweit. In Deutschland wird überwiegend die von Bruder Adam weiterentwickelte Variante verwendet. Durch den großen Brutraum bietet sie den Bienen viel Platz und ermöglicht eine übersichtliche, bienengerechte Betriebsweise.
Unsere Dadant-Beuten werden aus hochwertigem Holz gefertigt. Holz ist ein natürlicher, nachhaltiger und langlebiger Werkstoff, der zu einem ausgeglichenen Klima im Bienenvolk beiträgt.
Die Landschaft als Grundlage
Im Lahntal zwischen Limburg und Diez finden meine Bienen ideale Bedingungen. Die abwechslungsreiche Landschaft aus Wiesen, Obstgärten, Hecken, Feldrändern und Gehölzen bietet ihnen vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst hinein ein vielfältiges Trachtangebot.
Anders als in Regionen mit überwiegend monokultureller Landwirtschaft finden meine Bienenvölker hier das ganze Jahr über eine große Vielfalt an Blüten- und Pollenspendern. Von der Salweide als wichtiger Pollenquelle im Frühjahr über Obstblüten, Wildblumen und Sommertrachten bis hin zum Japanischen Springkraut als einer der letzten ergiebigen Trachtpflanzen im Herbst.
Diese Vielfalt spiegelt sich auch in meinen Honigen wider. Jede Ernte trägt die Handschrift der jeweiligen Saison und den unverwechselbaren Charakter unserer Region.