
Imkerei – mehr als Honig ernten
Die Imkerei zählt zu den ältesten Formen der Tierhaltung und begleitet den Menschen seit mehreren tausend Jahren. Heute verbindet sie traditionelles Handwerk mit modernem Wissen über Bienen, Natur und Umwelt.
Imkerinnen und Imker betreuen Honigbienenvölker, sorgen für deren Gesundheit und schaffen gute Lebensbedingungen. Dazu gehören die Vermehrung gesunder Völker, die Honigernte sowie die Bekämpfung von Krankheiten und Parasiten, insbesondere der Varroamilbe.
Neben der Gewinnung von Honig, Wachs und anderen Bienenprodukten spielt die Bestäubungsleistung der Honigbienen eine wichtige Rolle für Landwirtschaft, Obstbau und Natur. Gleichzeitig engagieren sich viele Imker für blühende Lebensräume und den Schutz von Bienen und anderen Bestäubern.
Die moderne Imkerei steht vor großen Herausforderungen. Klimaveränderungen, längere Trockenperioden, neue Schädlinge und Krankheiten, invasive Arten wie die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) sowie der Verlust vielfältiger Blühflächen beeinflussen die Lebensbedingungen der Bienen zunehmend.
Imkerei bedeutet deshalb weit mehr als die Erzeugung von Honig. Sie ist gelebter Natur- und Umweltschutz und vermittelt wertvolle Einblicke in das faszinierende Zusammenleben eines Bienenvolkes. Mit jeder betreuten Biene leisten Imkerinnen und Imker einen Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft und der biologischen Vielfalt.
Die Geschichte der Imkerei (Klaus Thomaier, 2006)